Life+ Natur

10.06.09
Uferschnepfe: 9 Brutpaare erfolgreich
Das bisherige Brutjahr der Uferschnepfe im Tickerstil: Späte Ankunft, geringerer Brutbestand, aber sehr guter Schlupferfolg. Dieser führt schließlich zu 9 Brutpaaren, die aktuell flügge oder fast... weiterlesen >>>
Lebensräume und Arten
Lebensräume
Prägend für die Hetter sind die ausgedehnten, offenen und feuchten Grünlandflächen, die von ortsansässigen Landwirten als Wiese oder Weide bewirtschaftet werden. Hier entwickelten sich Sumpfdotterblumenwiesen, die hinsichtlich ihres Artenreichtums und ihrer Ausdehnung einmalig am Unteren Niederrhein sind. Gemäß der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU steht die Hetter auch insbesondere aufgrund ihrer wertvollen Glatthafer-Mähwiesen unter Schutz.
Flora und Fauna
Die wichtigsten Wintergäste der Hetter sind die Blässgänse, die im 5.000 km entfernten Sibirien brüten. Ist der Winter vorbei, überzieht das Wiesenschaumkraut die Feuchtwiesen großflächig mit einem weiß-rosa gefärbten Schleier. Kommt der Frühling, sind die Wiesen mit den gelben Tupfern der Sumpfdotterblume, auch Butterblume genannt, übersät und die Kuckucks-Lichtnelke blüht rosa. Die Rote-Liste-Pflanzenarten Froschbiss und Wasserfeder besiedeln häufig dauerhaft Wasser führende Gräben, die der Deichverband Bislich-Landesgrenze regelmäßig aber extensiv bewirtschaftet.
Im Sommer ist auf den Flächen noch das auffällige Zick der Sumpfschrecke zu hören. Diese Art hat am Niederrhein durch die umfangreiche Entwässerung von Feuchtgebieten nur an wenigen Stellen überlebt. Auf den Sumpfdotterblumenwiesen in der Hetter findet sie ideale Lebensbedingungen.
Bis zum Abflug in wärmere Gefilde nutzen hunderte Kiebitze die Hetter als Spätsommerrastplatz.
Wichtiges Wiesenbrütergebiet
Die Hetter ist das einzige Gebiet in Nordrhein-Westfalen, in dem mit Uferschnepfe, Rotschenkel, Bekassine, Großem Brachvogel und Kiebitz noch alle fünf der gefährdeten Feuchtwiesen-Watvogelarten brüten. Damit ist die Hetter eines der wichtigsten Wiesenbrütergebiete in ganz Nordrhein-Westfalen.
Herausgehoben ist die Bedeutung der Hetter als Brutgebiet für die Uferschnepfe, daher wurde sie als Zielart des Life+Natur-Projektes ausgewählt. Die Uferschnepfe wird auf einer extra Seite ausführlich vorgestellt.
Weitere Wert gebende Wiesenbrüter kamen seit 2000 in folgenden Beständen vor:
- Rotschenkel: 5 bis 10 Brutpaare
- Bekassine: bis zu 9 (2000-2004) und 0 bis 2 Brutpaare (ab 2005)
- Großer Brachvogel: 1 bis 3 Brutpaare
- Kiebitz: 35 bis 65 Brutpaare















