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10.06.09
Uferschnepfe: 9 Brutpaare erfolgreich
Das bisherige Brutjahr der Uferschnepfe im Tickerstil: Späte Ankunft, geringerer Brutbestand, aber sehr guter Schlupferfolg. Dieser führt schließlich zu 9 Brutpaaren, die aktuell flügge oder fast... weiterlesen >>>
Historische Entwicklung
Germanen- und Römerzeit
Der Name geht auf den Germanenstamm der Hattuarier zurück. Dieser besiedelte das Gebiet schon vor 2.000 Jahren. Noch zur Römerzeit durchströmte ein Nebenarm des Rheins die Hetter. Vermutlich von den Römern schon als Grenzanlage ausgebaut, war diese Seitenrinne eine der ältesten Grenzbefestigungen Deutschlands und zugleich Nordgrenze des römischen Reiches.
Polderung und Entwässerung
Bereits im 8 Jahrhundert begannen die Bewohner mit der Polderung des Gebietes, um die fruchtbaren ehemaligen Flussmarschen dauerhaft landwirtschaftlich zu nutzen. Die eigentliche Ausprägung der das Gebiet begrenzenden Landwehren als Grenzbefestigung erfuhr die ehemalige Hochflutrinne des Rheins im 15. Jahrhundert. Die Landwehren gehören somit zu den ältesten, noch erhaltenen Grenzanlagen Deutschlands und sind als Bodendenkmal ausgewiesen. Niederländische Broeker legten bereits im Mittelalter die Entwässerungsgräben an. Noch heute durchziehen sie das Gebiet. Der Rückstau in den Landwehren überschwemmte bei Hochwasser vor allem im Winterhalbjahr regelmäßig die Weiden. Tiefer liegende Bereiche blieben lange ?blank? und feucht. Dieser Umstand und die isolierte Lage bedingen bis heute die geringe menschliche Besiedlung. So erfolgte die Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung in der Hetter deutlich langsamer als in anderen Bereichen des Niederrheins. Lange Zeit bot die Hetter daher ideale Lebensbedingungen für Wiesenvögel in weiträumig zusammenhängendem Feuchtgrünland.
Durch die Sohleintiefung des Rheins von durchschnittlich 2 cm pro Jahr in den letzten hundert Jahren und starkem lokalen Grundwasserentzug macht sich die fortdauernde Grundwasserabsenkung heute deutlich bemerkbar. Eine für Wiesenbrüter ausreichende Wasserrückhaltung ist zur Zeit nicht möglich.




