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Life+ Natur

10.06.09
Uferschnepfe: 9 Brutpaare erfolgreich
Das bisherige Brutjahr der Uferschnepfe im Tickerstil: Späte Ankunft, geringerer Brutbestand, aber sehr guter Schlupferfolg. Dieser führt schließlich zu 9 Brutpaaren, die aktuell flügge oder fast... weiterlesen >>>
Uferschnepfe
Die Uferschnepfe ist nur kurz in der Hetter zu Gast. Im März kommen die langbeinigen Wiesenvögel aus den Überwinterungsgebieten zurück und schon kurz nachdem die Jungvögel flügge geworden sind, verlassen die Uferschnepfen das Gebiet ab Ende Juni wieder. In den vier Monaten passiert aber Entscheidendes im Jahreszyklus, weil die Vögel zum Brüten in die Hetter kommen. Der jährliche Bruterfolg entscheidet maßgeblich, ob der Bestand zunimmt, stagniert oder über das Jahr gesehen kleiner wird. Den letzten verbliebenen Brutgebieten kommt daher eine große Bedeutung zu.
Die meisten Uferschnepfen legen im April ihre vier grünlich gefärbten und gesprenkelten Eier. Anfang Mai, nach drei Wochen Bebrütung, schlüpfen die ersten Jungvögel. Diese verlassen schon bald nach dem Abtrocknen die gut getarnten Nester und werden dann noch vier bis fünf Wochen von den Eltern geführt. In dieser Zeit sind die Jungvögel ganz besonders gefährdet. Das gilt insbesondere dann, wenn die Vögel weit laufen müssen, um ausreichend Nahrung zu finden. Zudem dürfen im Mai und Juni noch nicht alle Flächen gemäht sein, denn ohne Deckung werden die Küken nur allzu leicht Beute von Greifvögeln oder Fleisch fressenden Säugetieren.
Nach der Brut verlassen die Uferschnepfen die Brutgebiete recht bald und bereiten sich auf den Flug in die Überwinterungsgebiete vor. Eine achtmonatige Reisezeit steht an, bevor im nächsten Frühjahr wieder das vergleichsweise kurze aber wichtige Gastspiel in der Hetter beginnt.



