Life+ Natur

10.06.09
Uferschnepfe: 9 Brutpaare erfolgreich
Das bisherige Brutjahr der Uferschnepfe im Tickerstil: Späte Ankunft, geringerer Brutbestand, aber sehr guter Schlupferfolg. Dieser führt schließlich zu 9 Brutpaaren, die aktuell flügge oder fast... weiterlesen >>>
Die Naturschutzziele
Handlungsbedarf
Die Hetter ist aktuell das einzige Gebiet, das in Nordrhein-Westfalen noch Brutbestände der TOP-FIVE-Wiesenlimikolen, nämlich Uferschnepfe, Bekassine, Rotschenkel, Großer Brachvogel und Kiebitz sowie weitere Wiesenvögel wie Schwarzkehlchen, Wiesenpieper, Wiesenschafstelze und Feldlerche aufweist. Dazu kommt eine große Zahl von Rastvögeln und Wintergästen. Stellvertretend für die Wiesenvögel des Gebietes wurde die Uferschnepfe als Leitart für das Projekt ausgewählt, da diese besonders hohe Ansprüche an Ihren Lebensraum stellt.
Während der Bestand um 1970 noch 180 Paare im NSG "Hetter-Millinger Bruch" aufwies, konnte der Bestand nach starken Einbrüchen in den letzten 10 Jahren bei ca. 40 Paare stabilisiert werden. Trotz des massiven Rückgangs entspricht dies immer noch gut 10 % des aktuell bekannten Brutbestandes in NRW. Damit kommt diesem Gebiet eine herausragende Bedeutung zum Erhalt der Art in NRW zu.
Ziele
Ziel des Projektes ist nicht nur der Erhalt der Art in dem Gebiet, sondern durch Lebensraumverbesserungen auch die Nahrungsverfügbarkeit für Jung- und Altvögel zu verbessern, um so den Bruterfolg positiv zu beeinflussen. Denn nur wenn im Frühjahr genügend Nahrung für die Weibchen zur Verfügung steht, können diese erfolgreich zur Eiablage schreiten. Auch für die Küken muss später reichlich Futter vorhanden sein. Dabei stellen Jung- und Altvögel recht unterschiedliche Bedürfnisse an Ihre Nahrung (lesen Sie mehr unter
"Die Uferschnepfe").
Nur wenn es gelingt, den Bruterfolg dauerhaft zu stabilisieren und zu steigern, kann sich die Art dauerhaft erholen und der negative Bestandstrend gestoppt werden.
