- Startseite.
- Projekt.
- Hetter.
- Uferschnepfe.
- Maßnahmen.
- Aktuelles.
- Veranstaltungen.
- Hettergeschichten.
- Der Pate der Hetter: Hanns Dieter Hüsch.
- Service.
- Galerie.
Life+ Natur

10.06.09
Uferschnepfe: 9 Brutpaare erfolgreich
Das bisherige Brutjahr der Uferschnepfe im Tickerstil: Späte Ankunft, geringerer Brutbestand, aber sehr guter Schlupferfolg. Dieser führt schließlich zu 9 Brutpaaren, die aktuell flügge oder fast... weiterlesen >>>
Der Pate der Hetter: Hanns Dieter Hüsch (1925-2005)
"Ich weiß nicht / Ob ich ein guter Pate bin / Ich bin auch kein Wissenschaftler, Biologe oder Ökologe / Merkwürdig war aber / Dass ich mich sofort mit dem Gedanken anfreunden konnte / Auf meine Art / Etwas für diese 2000 Jahre alte bäuerliche Kulturlandschaft / DIE HETTER / Zu tun"
Für den Förderverein der Nordrhein-Westfalen-Stiftung übernahm der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch 1992 eine Patenschaft für das Naturschutzgebiet Hetter. In den darauffolgenden Jahren zeigte Hüsch häufig als überaus engagierter "Patenonkel" für dieses Idylle am Niederrhein. Ein Kabarettist und ein Naturschutzgebiet? Hüsch selbst war überrascht, was ihm da als Patenkind angetragen wurde.. Bei einem ersten Besuch lernte er dann die Besonderheiten und vielfältigen Schönheiten dieser 2000 Jahre alten bäuerlichen Kulturlandschaft kennen.
Nun geht es in der Hetter nicht allein darum, für seltene und gefährdete Tiere und Pflanzen einen Lebensraum zu erhalten. Der NRW-Stiftung, die sich seit Anfang der 1990er Jahre dort durch den Kauf von Land engagiert, verfolgte dies mit dem Ziel, die Einheit von Natur, Landschaft und Kultur zurückzugewinnen. Als "Mann des Wortes und der Kultur" war Hanns Dieter Hüsch dabei ein idealer Pate. Denn auch Sprache und Literatur haben nicht zuletzt durch die Auseinandersetzungen und die vielfältigen Verbindungen mit der Natur ihre Kraft erhalten.
Hanns Dieter Hüsch stand nicht nur mit seinem Namen hinter dieser Patenschaft. Mit zahlreichen Besuchen, einem Kabarett über die Natur in der Hetter und einem Buch, dass er dem Naturschutzgebiet widmete, hat Hanns Dieter Hüsch bis zu seinem Tod im Dezember 2005 viel für sein "Patenkind" getan und etliche Gelder zusätzlich für die Hetter eingeworben. Nachdem Hüsch 2005 starb, muss die Hetter ohne ihren prominenten Fürsprecher auskommen, doch Hoffnung besteht: Hanns Dieter Hüsch selbst hat den Slogan "Überall ist Niederrhein!" erfunden. Und weil Niederrheiner überall sind, gilt das auch für den unvergessenen Kabarettisten: Überall ist Hanns Dieter Hüsch.
Schützen heißt lieben / Und lieben heißt sich sorgen / Und sich sorgen heißt gebunden sein / Sich eingebunden fühlen in den großen Plan der Naturgeschichte / Der Menschengeschichte der Weltgeschichte / Eingebunden in die für uns zunächst unfassbaren Entwürfe / Der Schöpfung
(Hanns Dieter Hüsch 1992)
(entnommen aus dem Magazin "Die NRW-Stiftung", Ausgabe 2006-01)



